Theater verwandelt sich in "Club Rössel"

Solinger Tageblatt * 15. September 2013

Frauenchor der Klingenstadt lud ein.

 

Vom Wolfgangsee nach Solingen: Der szenische Konzertabend, der in Zusammenarbeit mit dem Männergesangverein „Die Wupperhofer“ und dem Sinfonieorchester der Philharmonischen Gesellschaft Düsseldorf unter Leitung von Thomas Schlerka entstand, ist angelehnt an die Operette „Im weißen Rößl“. Chefin Jo (Isabelle Razawi, Sopran) leitet den kuriosen „Club Rössel“ mit Kellner Leo (Jacco Venhuis, Bassbariton) und Kellnerin Otti (Pia Pommer, Sopran).


Es gibt Krach um die Teilhabe am Club.


Im Rössel steigt ein gutbesuchter 24-Stunden-Café-Marathon, doch finanziell ging es dem Club schon einmal besser. Otto Siedler (Bertram Paul Kleiner, Tenor) der Ex-Mann von Jo, ist leider noch Teilhaber, verschwand aber eines Tages, um in der Weltgeschichte rumzureisen. Als Siedler wiederkommt, bittet Jo ihn, ihr endlich seinen Teil des Rössels zu überschreiben. Auch Otti und Leo machen sich Gedanken, wie sie helfen können.


Otti hat sich in Siedler verguckt und Leo hegt lange schon Gefühle für Jo, die diese auch erwidert. Letztendlich treffen Siedler und Jo Entscheidungen, mit denen alle leben können.


Das Stück wurde durch bekannte Lieder aus Operetten und Musicals aufgefrischt, wie „Edelweiss“ aus „The Sound of Music“, „Das Grisettenlied“ aus „Die lustige Witwe“ und „Ich hätt getanzt heut Nacht“ aus „My Fair Lady, sowie „In einem kühlen Grunde“, zu dem Regisseurin Stephanie Heine den Text verfasst hat. Natürlich kamen auch Stücke aus „Im weißen Rößl“ nicht zu kurz.


Die Solistinnen beeindruckten durch ihre imposanten Sopran-Stimmen. Die Show unter Regie von Stephanie Heine war ein voller Erfolg an musikalischer und theatralischer Leistung und einer harmonischen Zusammenarbeit der zwei Chöre, der Solisten und des Sinfonieorchesters.


Das Publikum war begeistert und schenkte den Darstellern minutenlangen Applaus. Zu den Zugaben zählte das Bergische Heimatlied.