25 Jahre: Chor feiert "mit anderem Konzert"

Solinger Tageblatt * 15. August 2015 * von Jutta Schreiber-Lenz

Die Sängerinnen der Klingenstadt führen am 6. September im Theater eine „szenische Revue“ auf.


Wenn am 6. September im Pina-Bausch-Saal des Theaters der Vorhang aufgeht, stehen die 64 Mitglieder des Frauenchors der Klingenstadt Solingen bereit, um etwas ganz Besonders zu präsentieren: Seit Monaten proben sie für ihre zweite „szenische Revue“ unter der musikalischen Leitung von Thomas Schlerka – erneut begleitet vom Sinfonieorchester der philharmonischen Gesellschaft Düsseldorf.


Nach dem großen Erfolg des „Rössel“ vor zwei Jahren bestreitet der Chor die Aufführung diesmal alleine – lediglich einige „Gastherren“ übernehmen Nebenrollen. Eingebettet in einen Handlungsplot – ein Großraumbüro mit weiblichen Angestellten, in dem Frauenpower und Freundschaft zum Tragen kommen – serviert der Jubiläums-Chor einen bunten Reigen berührender und bekannter Stücke. Musical, Schlager, Pop, aber auch Oper und Operette: „Wer am 6. September nicht im Theater dabei sein kann, verpasst wirklich was Tolles“, sagt Chorleiter Thomas Schlerka, der „seine Mädels“ seit 2007 begleitet und mit ihnen eine breitgefächerte musikalische Vielfalt erarbeitet hat. Dazu gehören geistliches Liedgut und Klassik, aber auch Modernes. Vor einem Vierteljahrhundert war aus der Truppe, die sich zum gelegentlichen Projektsingen für den Männerchor „Wupperhofer“ getroffen hatte, ein eigenständiger Chor geworden.


„Szenische Revue“ ist gleichermaßen Herausforderung und Spaß


Mit der „szenischen Revue“ haben die Protagonisten ein neues Format entdeckt, die zum einen eine große Herausforderung darstellt, zum andern riesigen Spaß macht. Und zwar allen: den Sängerinnen, Thomas Schlerka und auch Regisseurin Stephanie Heine, die begeistert von der Spielfreude und der Energie der Sänger-Frauen berichtet: „Es ist toll zu erleben, wie sich die Frauen darauf einlassen.“ Das Stück solle „die Frau an sich hochleben lassen“, erläutert sie. „Unsere Stunde soll es sein“ – so der Titel der Revue – sei auf die Frauenpower der Sängerinnen gemünzt, die mit dem „etwas anderen Jubiläumskonzert“ gefeiert werde.


Bei Intensivproben-Wochenenden in der Remscheider Akademie entwickelte Stephanie Heine mit den Akteurinnen das Stück, Thomas Schlerka arrangierte mit einem Kollegen die Musik. Und jetzt sind alle heiß darauf, „ihr Baby“ der Öffentlichkeit zu präsentieren.


„Die Revue ist eine runde Sache“, sagt Sabine Schaaf, Vorsitzende des Frauenchores. Und das das alles auf der professionellen Bühne des Pina-Bausch-Saales in Szene gesetzt werde, sei grandios. Die Zusammenarbeit mit dem Theater-Team klappe übrigens hervorragend, fügt Stephanie Heine hinzu.