Revue mit Applaus-Feuerwerk bedacht

Solinger Tageblatt * 25. September 2017 * von Jutta Schreiber-Lenz

Der Frauenchor der Klingenstadt Solingen hatte in den Pina Bausch-Saal eingeladen.

 

Klatschend und trampelnd brachten die knapp 800 Zuschauer am Sonntagabend im Pina-Bausch-Saal ihre helle Begeisterung für das jüngste Kind des Frauchenchores der Klingenstadt und dessen Bühnengästen zum Ausdruck. Nahezu drei Stunden hatten die 45 Sängerinnen unter der Leitung von Thomas Schlerka für so perfekte Unterhaltung gesorgt, dass jegliches Zeitgefühl verschwunden war. „Schönheit gibt‘s nicht geschenkt“ hieß die dritte szenische Revue, mit der sich der Chor auf die Bühne gewagt hatte und damit einen Treffer landete.

 

Schlerka als musikalischer Leiter und Stephanie Heinze, für Regie, Ausstattung und Dialoge zuständig, erwiesen sich erneut als gutes Tandem. Wieder hatte zudem die Zusammenarbeit mit dem Sinfonieorchester der Philharmonischen Gesellschaft Düsseldorf bestens funktioniert, das das Ensemble optimal durch die verschiedenen Songs begleitete.

 

Selbstironisch und gut gelaunt spielten und sangen sich die Chor-Damen von einem weiblichen Klischee zum nächsten. Solistinnen überzeugten zudem in kleinen Einzel-Episoden durch profihafte Souveränität und sorgten immer wieder für spontane Schmunzler, Lacher oder Zwischenapplaus im Saal.

 

Peppige Musical- und Schlagermelodien eingeflochten

Auch stillere Momente hatten ihren Platz im Scheinwerferlicht, das auch auf individuelle Charaktere gerichtet war, die als die „Mütterliche“, die „Zicke“, die „Schlagfertige“, die „Vergessliche“ oder das „Biest“ daherkamen. Diesmal war ein Kaufhaus der Ort des Geschehens, der viele Möglichkeiten bot, peppige Musical- und Schlagermelodien einzuflechten. Die „Soul-Teens“ verliehen dem Ganzen einen jugendlichen Anstrich und die „SwingJugend Wuppertal“ ließ mit perfektem Lindy Hop die Füße so manches Zuschauers munter mitwippen.